Junge Sozialisten in der SPD

Nachhaltigkeit & Ökologie

Wir Juso-Hochschulgruppen setzen uns für den Schutz des weltweiten Klimas und der Umwelt ein. Um die Klimakrise zu bewältigen, die schon im vollen Gange ist, brauchen wir eine vielseitige Analyse. Die Patentlösung ist noch nicht gefunden, doch eine Richtung, in die wir uns bewegen müssen, um den Klimawandel aufzuhalten, ist erkennbar.

Wir betrachten Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik dabei aus vier Perspektiven: Feministisch, Sozialistisch, Internationalistisch, Antifaschistisch.

Eine feministische Perspektive darf bei der Diskussion um Klimapolitik nicht fehlen, denn zu kurz gedachte Klimapolitik und die Folgen des Klimawandels treffen mit besonderer Härte Frauen dadurch, dass sie die Auswirkungen patriarchalischer Strukturen verstärken. Auch Konsumkritik, die sich immer häufiger in unseren Alltag einschleicht, trifft überwiegend Frauen.

Aus internationalistischer Perspektive ist der Klimawandel ein grenzüberschreitendes, globales Problem, der nur somit auch nur grenzüberschreitend und global gelöst werden kann. Er verursacht weltweite Herausforderung mit lokalen, subnationalen, nationalen, regionalen und internationalen Dimensionen.

Trotz der Tatsache, die die zunehmende Gefährdung unserer Umwelt zu einer Verschärfung sozialer Ungleichheit führt, werden beim Führen der Nachhaltigkeitsdebatte soziale Aspekte leider viel zu selten mitgedacht. Aus einer sozialistischen Perspektive stehen wir dafür ein, dass der ökologische Umbau sozial gerecht gestaltet werden muss. Gute Sozialpolitik und Nachhaltigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen für eine ökologische und sozial gerechte Zukunft gemeinsam gedacht werden.

Nationalismus und Umweltschutzpolitik vertragen sich aus einer antifaschistischen Klimaschutzperspektive nicht. Denn während der Rechtspopulismus eine zunehmende Besinnung auf nationale Grenzen, staatliche Souveränität und Eigenverantwortung fordert, braucht Klimaschutz grenzüberschreitende, solidarische Politik. Der Nationalismus und ein abstruses Narrativ von Heimat, der Hang zu alternativen Fakten und der Antiintellektualismus der Rechtspopulist*innen zeigen, dass Klimapolitik immer auch antifaschistisch sein muss.

Junge Sozialisten in der SPD