Junge Sozialisten in der SPD

Aussagen von Dorothee Bär stellen zivile Wissenschaft infrage – Zivilklauseln sind kein Auslaufmodell!

Berlin, den 28. Januar 2026

Mit ihren jüngsten Aussagen zur angeblich „überholten“ Trennung zwischen ziviler und militärischer Forschung sowie zur Infragestellung von Zivilklauseln an Hochschulen sorgt Bundesforschungsministerin Dorothee Bär für Irritationen. Aus Sicht der Juso-Hochschulgruppen verkennt sie damit die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft und Hochschulen.

Lucy Eggert, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen, erklärt dazu:

„Mit ihren Aussagen stellt Dorothee Bär grundlegende Prinzipien ziviler Wissenschaft infrage. Hochschulen sind Orte kritischer, unabhängiger und verantwortungsvoller Erkenntnisgewinnung – keine Räume militärischer Verwertungslogiken. Zivilklauseln sind daher kein überholtes Symbol, sondern ein klares politisches Bekenntnis zu friedlicher Wissenschaft. Wer sie infrage stellt, öffnet die Tür für eine zunehmende Einflussnahme militärischer Interessen auf Forschung und Lehre.“

Charlotte Schäfer, ebenfalls Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen, ergänzt:

„Zivilklauseln stehen für Transparenz, demokratische Kontrolle und die Autonomie von Forschung und Lehre. Sie schützen zudem die ethische Entscheidungsfreiheit von Forschenden und setzen klare Grenzen gegen eine Abhängigkeit von privaten Drittmitteln mit militärischem oder rüstungsnahem Hintergrund, indem sie Transparenz über die Herkunft von Geldern für Forschungsvorhaben schaffen.  Deshalb setzen wir uns klar für den Erhalt und die Stärkung von Zivilklauseln ein – Wissenschaft muss dem Frieden und dem Gemeinwohl verpflichtet bleiben.“

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