Junge Sozialisten in der SPD

Studentischer Wohnraum

Wohnungsbesichtigungen mit dutzenden Mitbewerber*innen, Mietpreise, die das monatliche Budget Studierender regelmäßig sprengen und Vermieter*innen, die aus der aussichtslosen Lage Wohnungssuchender noch Profit schlagen wollen: Die Lage am Wohnungsmarkt hat sich – gerade in großen Studi-Städten – in den letzten Jahren dramatisch verschärft. Längst ist die Frage, wo das Wohnen noch bezahlbar ist, zu einer Hürde beim Hochschulzugang geworden.

Das hat viele Gründe: Die chronische Unterfinanzierung auf kommunaler Ebene, das Spardiktat der Schwarzen Null und das allgemeine Spekulationsgebaren auf den Immobilienmärkten. Auf eine baldige Besserung der Situation auf den Wohnungsmärkten ist kaum zu hoffen.

Sozialer und studentischer Wohnbau ist für öffentliche Träger*innen wie Kommunen oder Studierendenwerke nur noch schwer bezahlbar. Mit Unterbringungsquoten von gerade einmal 10% füllen die Studierendenwerke nicht die Rolle eines sozialen Players am Wohnungsmarkt aus. Und auch alternative Wohnformen wie Mehr-Generationen-Häuser, selbstverwaltetes Wohnen, Wohngenossenschaften werden nur selten mit öffentlichen Geldern gefördert.

Wir fordern daher massive Investitionen und den verstärkten Ausbau von Wohnheimen in qualitativ und quantitativ angemessener Ausstattung und Zahl durch die öffentliche Hand. Wir wollen eine solide Finanzausstattung der Kommunen. Studierendenwerken muss mithilfe eines neuen Hochschulpakts mehr Geld für die soziale Infrastruktur bereitgestellt werden.

Wir fordern daneben, dass gegen Leerstände mit Mitteln wie einer Zweckentfremdungssatzung restriktiv vorgegangen wird. Auch muss mit Hilfe einer Mietpreisbremse oder einem Mietendeckel wie in Berlin den andauernden Mieterhöhungen Einhalt geboten werden.

Junge Sozialisten in der SPD